Palliative Care für Mitarbeitende in der Eingliederungshilfe

Schwerpunkt: Begleitung von Menschen mit einer geistigen oder psychischen Beeinträchtigung

 

Viele Mitarbeitende in der Eingliederungshilfe wollen die ihnen anvertrauten Menschen auch in schwerer Krankheit und im Sterben in der vertrauten Umgebung begleiten.

Eine gesetzliche Grundlage findet dieses Vorhaben seit dem 1.12.2015 im SGB V, Artikel 1. So sind im Paragraph 132g Einrichtungen der Eingliederungshilfe aufgefordert, für behinderte Menschen eine gesundheitliche Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase anzubieten.
Die Umsetzung dieser Forderung setzt, einerseits die Bereitschaft der Einrichtung, eine Palliativbegleitung strukturell zu integrieren, andererseits die Qualifizierung von Fachkräften in Palliative Care voraus.

Der Kurs richtet sich an Mitarbeitende in der Assistenz von Menschen mit einer geistigen oder psychischen Beeinträchtigung in ambulanten oder stationären Wohnformen.


Grundlage des Qualifizierungsangebots ist das Basiscurriculum Palliative Care für Pflegende (Kern, Müller, Aurnhammer 2007). Dieses Curriculum ist im Dialog mit Experten aus Palliative Care und Behindertenarbeit an die spezifischen Bedürfnisse der Eingliederungshilfe angepasst und erweitert worden.
Der Kurs wird durch die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin zertifiziert und entspricht den einschlägigen Qualitätsstandards des zuständigen Bayerischen Staatsministeriums. Die Lerninhalte orientieren sich an den Kernkompetenzen der Europäischen Vereinigung für Palliative Care (EAPC).

Sie befähigen die Teilnehmenden zur palliativen Beratung, Unterstützung und Organisation um

  • körperliches Wohlbefinden während des Krankheitsverlaufes zu erhalten oder wieder herzustellen
  • psychischen, sozialen und spirituellen Bedürfnissen der Erkrankten und Sterbenden gerecht zu werden
  • auf Bedürfnisse der Angehörigen, Mitbewohner und Kollegen in den Veränderungen der Situationen reagieren zu können
  • durch Klärung bei ethischen Fragestellungen und der Fähigkeit des vorausschauenden Planens Sicherheit zu gewährleisten
  • durch das Hinzuziehen von individuell ausgewählten Unterstützungsmöglichkeiten für Entlastung und Sicherheit zu sorgen
  • interpersonelle und kommunikative Fähigkeiten zu entwickeln
  • durch die eigene und fachliche Weiterentwicklung für eine Qualität und Nachhaltigkeit in den Einrichtungen zu sorgen.

Methoden
Bevorzugt werden teilnehmerorientierte Methoden eingesetzt, die aktives und erfahrungsgeleitetes Lernen sowie die Reflexion der beruflichen Praxis ermöglichen.
Im Rahmen des Kurses wird eine schriftliche Arbeit verfasst.

 

Kursformat
Der Kurs kann auch in modularer Form absolviert werden.
Auf eine zertifizierte Basiswoche, die in der Regel in einer Einrichtung durchgeführt wird, bauen drei weitere Wochen auf. Somit können Interessenten, die bereits eine Basiswoche absolviert haben, ab der zweiten Kurswoche teilnehmen.
Für diesen Fall reichen Sie uns bitte mit der Anmeldung die entsprechende Teilnahmebescheinigung ein.

 

Wir danken

der Paula Kubitscheck-Vogel-Stiftung >> . Durch ihre großzügige Förderung ist es uns möglich, den Kurs zu ermäßigten Teilnahmegebühren anzubieten.

 

Heilerziehungspfleger, Heilpädagogen, Erzieher, Fachkräfte aus der sozialen Arbeit, Gesundheits- und Krankenpfleger, Kinderkrankenschwestern-pfleger, Altenpfleger
abgeschlossene Berufsausbildung in einem der genannten Berufe
24
€ 900,-
werden beantragt
Christophorus Akademie
Barbara Hartmann
Hermann Reigber

 
 

17 Q-10

11.09. bis 15.09.2017
27.11. bis 01.12.2017
19.02. bis 23.02.2018
23.04. bis 27.04.2018
Beginn: Montag, 10.00 Uhr
Ende: Freitag, 16.30 Uhr
bis 10.07.2017 
laufender kurs

Kursangebot

Rahmenkonzept in der Behindertenhilfe

Broschuere Behindertenhilfe

Hospizkultur und Palliative Care für Menschen mit geistiger Behinderung

PKV Stiftung Flyer

Ein Projekt der
Paula Kubitschek-Vogel-Stiftung

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Stand: Dezember 2017