Erläuterung für Pflegende

Palliative-Care-Weiterbildungsmaßnahme für Pflegende
Grundlage dieses berufsspezifischen Qualifizierungsangebotes ist das Basiscurriculum Palliative Care für Pflegende (Kern, Müller, Aurnhammer, Uebach; Pallia Med Verlag 2010).

Unsere Qualifizierungskurse für Pflegende werden durch die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin zertifiziert und entsprechen den Qualitätsstandards des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege. Die Kurse werden grundsätzlich im Dialog mit Fachgremien und anderen Akademien aktuellen Erfordernissen angepasst.

Der Qualifizierungskurs Palliative Care für Pflegende ist Voraussetzung für:

 

  • Leitungen stationärer Hospize

    In den Rahmenvereinbarungen zum § 39a SGB V Abs. 1 über Art und Umfang sowie zur Sicherung der Qualität der stationären Hospizversorgung wurde der Nachweis einer Palliative-Care-Weiterbildungsmaßnahme für Pflegende als Leitende stationärer Hospize festgeschrieben.
  • Koordinationsfachkräfte in der ambulanten Hospizarbeit

    In den Rahmenvereinbarungen zum § 39a II SGB V i.d.F. vom 14.03.2016 zu den Voraussetzungen der Förderung sowie zu Inhalt, Qualität und Umfang der ambulanten Hospizarbeit werden in § 4 Personelle Mindestvoraussetzungen für Koordinationsfachkräfte formuliert.
    Fachkräfte aus der Pflege, die als Koordinatoren eines ambulanten Hospizdienstes tätig sind, müssen Folgendes nachweisen:

    mindestens 3 Jahre Tätigkeit im erlernten Berufsfeld
    Palliative-Care-Weiterbildungsmaßnahme für Pflegende (160 Stunden)
    diese kann ersetzt werden durch Nachweis einer dreijährigen Tätigkeit auf einer Palliativstation, in einem stationären Hospiz oder in einem Palliativpflegedienst
    Koordinatorenseminar (40 Stunden)
    dieses kann ersetzt werden durch Nachweis einer dreijährigen Tätigkeit als Koordinatorin/ Koordinator in einem ambulanten Hospizdienst unter regelmäßiger Supervision
    Seminar zur Leitungskompetenz (80 Stunden)
  • Pflegefachkräfte in der Spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV)

    In den gemeinsamen Empfehlungen des Spitzenverbandes der Krankenkassen nach § 132d Abs. 2 SGB V (Fassung vom 05.11.2012) werden unter Punkt 5 die personellen Voraussetzungen für eine bedarfsgerechte Versorgung mit Spezialisierter Ambulanter Palliativversorgung festgeschrieben. Professionell Pflegende müssen demnach Folgendes nachweisen:

    Abschluss einer Palliative-Care-Weiterbildungsmaßnahme für Pflegende im Umfang von mindestens 160 Stunden und
    Erfahrung durch eine praktische Tätigkeit als Pflegefachkraft in der Betreuung von Palliativpatienten in den letzten drei Jahren.
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An der Christophorus Akademie gibt es zwei Möglichkeiten, den Qualifizierungsabschluss Palliative Care für Pflegende zu erlangen - als kompletten Kurs mit 160 Unterrichtseinheiten oder im modularen System.

Einstiegsmodule für das modulare System sind das Curriculum Palliative Praxis (Becker, Frank, Kojer, Reigber, Schmidl, Schwänke; 2014), das Basiscurriculum Palliative Care und Hospizarbeit - multiprofessionelles Modul 1 (Kern, von Schmude; 2017) sowie das Modul 1 im Basiscurriculum Palliative Care für Fachkräfte in der Assistenz und Pflege von Menschen mit einer intellektuellen, komplexen und/oder psychischen Beeinträchtigung mit (Hartmann, Kern, Reigber; 2017).
Alle Curricula sind von der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin anerkannt und ermöglichen einen Einstieg in das Modul 2 nach dem Basiscurriculum Palliative Care für Pflegende (Kern, Müller, Aurnhammer; 2015).
Der Abschluss von Modul 1 und 2 entspricht mit insgesamt 160 UE ebenso den gesetzlichen Anforderungen der Weiterbildung Palliative Care (§ 39a SGB V, § 132 i.V.m. § 37b SGB).

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Stand: Dezember 2017